Kraeuter

Heilen & Kochen

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Heilkräuter und Küchenkräuter, die jeder kennen muss!

  •   ANIS

Die Samen der bis zu 50 cm hohen einjährigen Pflanze werden im August/September geerntet und getrocknet.

Als Heilpflanze wird der Anis aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung vor allem als Hustenmittel eingesetzt. Darüber hinaus hilft er gegen Krämpfe und Blähungen und wirkt antibakteriell.

 Dosierung und Anwendung:

Der Anis wird innerlich als Tee oder Öl angewendet.

Man überbrüht 1 TL Anis-Samen mit 1 Tasse kochendem Wasser und lässt dies 10 Minuten ziehen.

Bei Magenbeschwerden täglich 1 Tasse, zur schleimlösenden Wirkung morgens und abends je 1 Tasse langsam trinken.

 In der Küche:

Sein süß-würziges Aroma verfeinert Backwaren z. B. in Weihnachtsgebäck, Brot, Süßspeisen und Kompotte, aber auch Soßen, Gemüse, Salate und Rotkraut. Darüber hinaus wird Anis als Gewürz für Liköre und Schnäpse verwendet.

  •    BÄRLAUCH

Die Verwandschaft mit Knoblauch ist eindeutig am Geruch zu erkennen.

Als Heilpflanze dient der Bärlauch unter anderem zur Förderung der Verdauung, zur Senkung von Blutdruck- und Cholesterinspiegel, sowie zur Vorbeugung vonArteriosklerose und anderer Zivilisationskrankheiten.

Darüber hinaus reguliert Bärlauch den Fettstoffwechsel und fördert die Leber- und Gallenfunktion.

 Dosierung und Anwendung:

Zur Entschlackung drei Wochen täglich eine Handvoll frisch gehackte Blätter essen. Saft:

Bärlauchsaft gewinnt man am besten, indem man frisch gehackte Blätter in einem Tuch kräftig auswindet.

Von dem gewonnenen Saft 10 – 20 Tropfen mehrmals täglich einnehmen.Tinktur:

Zur Herstellung einer Tinktur setzt man 3 g Bärlauch in 100 ml 70 %-igem Alkohol an.

Zwei Wochen dicht verschlossen stehen lassen, gelegentlich schütteln.

10 ‑ 20 Tropfen verdünnt nach den Mahlzeiten einnehmen.

Umschlag:

Für einen Umschlag gibt man zerdrückte Blätter in ein Tuch und legt dieses ein paar Minuten auf die betroffene Stelle.

 In der Küche:

Seine frischen Blätter sind vor allem in der Küche sehr beliebt und finden Verwendung in Suppen, Salaten oder Pestos.

  •  BASILIKUM

Diese stark duftende Pflanze ist das ganze Jahr über frisch in Töpfen zu kaufen.

Weiters wirkt Basilikum appetit- und verdauungsanregend, darmreinigend, harntreibend, krampflösend, libidosteigernd, menstruationsfördernd, muttermilchfördernd, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend und wundheilend.

Insekten in Mitteleuropa, allen voran Wespen, mögen den Duft des Basilikum nicht.

Ein Strauß Basilikum am Tisch, sagt man, hält Wespen fern.

Dosierung und Anwendung:

Basilikum kann als Tee, Presssaft oder für Umschläge genutzt werden.

2 TL getrocknete Blätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Zur Beruhigung, gegen Schlafstörungen und als Schutz vor Infektionen eine Tasse täglich trinken.

Abgekühlten Tee mittels Baumwoll- oder Leintuch auf die betroffenen Stellen, z. B. bei Insektenstichen, aufbringen.

 In der Küche:

Ideal zum Würzen von Fleisch, Saucen, Blattsalaten und Tomaten mit Mozzarella. Die Basilikumblättchen werden abgezupft und kurz vor dem Servieren den Speisen zugegeben.

  •  DILL

Der Dill ist eine einjährig krautige Pflanze mit einem stark aromatischen Duft.

Der Dill beruhigt die Verdauungsorgane, wirkt entzündungshemmend, krampflösend, milchfördernd .

 Dosierung und Anwendung:

Aus der Dille kann man Tee gegen Verdauungsprobleme und zur Steigerung des Harnflusses zubereiten. Bei Schlafstörungen empfiehlt sich Dillwein.  Tee:

5 g zerstoßene Dillsamen oder Dillkraut mit 100 ml kochendem Wasser übergießen, 6 Minuten ziehen lassen und abseihen. Davon 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.  Dillwein:

Hierfür eine Tasse Weißwein erhitzen, über 1 TL getrocknete Dillsamen gießen und einige Minuten ziehen lassen. Anschließend abseihen. Den Wein in kleinen Schlucken trinken.

 In der Küche:

Er ist beispielsweise eine typische Zutat für den Graved Lachs, der in Skandinavien oftmals mit einer kalten, süßen Saucen ausHonig, Senf und Dill serviert wird.

Oftmals wird die Gewürzpflanze mit Gurken kombiniert.

  • INGWER

Ingwer hat einen extrem positiven Einfluss auf Ihre Gesundheit.

Er enthält über 25 verschiedene Antioxidantien, die die freien Radikale in Ihrem Körper bekämpfen.

Weiterhin ist Ingwer dafür bekannt, bei Übelkeit, Erbrechen und bei Reisekrankheit zu helfen.

Aufgrund seiner anti-viralen Eigenschaften kann Ingwer auch bei Halsschmerzen, Erkältungen und Grippe verwendet werden.

Der Ingwer wirkt antioxidativ, entgiftend, entzündungshemmend, appetitfördernd, verdauungsfördernd.Er hilft ausgezeichnet bei Husten und ist ein sehr effektiver Schleimlöser.

 Dosierung und Anwendung:

Der Ingwer eignet sich hervorragend zur Zubereitung von Tees.

1 g frischen oder getrockneten Ingwer hacken, mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Den Tee eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit trinken.

Eine kleine frische Ingwerwurzel hacken, in 1 Liter Wasser ca. 20 Minuten köcheln lassen und abseihen.

Den Tee über den ganzen Tag verteilt trinken.

Bei Kindern unter 6 Jahren nicht anwenden.

Vor geplanten Operationen sollte auf Ingwerpräparate verzichtet werden.

 In der Küche:

In der Küche wird der fleischige, gelbliche Wurzelstock des Ingwers verwendet. Das Gewürz kann getrocknet oder frisch zum Verfeinern der Speisen genutzt werden.

Ingwer kann gut in Gerichten mit Honig, Knoblauch und Orangen kombiniert werden. Besonders lecker sind mit Ingwer eingelegte Gemüsespieße zum Grillen oder kandierter Ingwer.
Ingwer kann direkt geschält und beispielsweise in Scheiben geschnitten oder gerieben einem Wok-Gericht beigemischt werden.

Das Wurzelgemüse bringt eine leichte Schärfe mit und verleiht den Gerichten eine exotische Note.

Frischer Ingwer ist etwa zehn Tage lang haltbar, wenn er leicht gekühlt wird.

 

  • JOHANNISKRAUT

Als Heilpflanze ist das Johanniskraut heute eines der beliebtesten Heilkräuter.

Es wird gegen Nervosität, Unruhe und depressive Stimmungen eingesetzt.

Das Johanniskraut wirkt abschwellend, adstringierend, antibakteriell, antibiotisch, beruhigend, blutbildend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, stoffwechselanregend.

Darüber hinaus wirkt es sich positiv auf den Bewegungsapparat und die Haut aus.

 Dosierung und Anwendung:

Das Johanniskraut wird gerne als Tee oder Tinktur verwendet, vor allem aber das roteJohanniskrautöl erfreut sich großer Beliebtheit.

2 – 3 TL Kraut mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen.

Davon regelmäßig 1 – 2 Tassen morgens und abends trinken.

125 g frisch gepflückte Blüten fein zerstoßen, mit ½ Liter reinem Olivenöl vermengen und in eine ungefärbte Glasflasche füllen.

An einen sonnigen Platz stellen und täglich aufschütteln.

Nach frühestens 6 Wochen (das Öl sollte eine leuchtend rote Farbe haben) durch ein Leinen- oder Baumwolltuch filtern und gut auspressen.

Das Öl in eine lichtgeschützte Flasche füllen.

20 g Blüten (frisch oder getrocknet) zerkleinern und mit 150 ml 70 %-igem Alkohol ansetzen.

10 Tage lang ziehen lassen, danach filtern und lichtgeschützt aufbewahren. Davon 8 – 10 Tropfen jeweils zu den Mahlzeiten einnehmen.

 

  • FENCHEL

Der Fenchel ist eine ein- bis mehrjährige Pflanze und findet bereits seit Jahrtausenden als Heilmittel bei Blähungen und HustenVerwendung.

Er wirkt antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, schleimlösend

 Dosierung und Anwendung:

Die Früchte (Samen) des Fenchels werden besonders gern zur Herstellung von Teesgenutzt.ee:

Hierfür 1 TL Fenchelsamen mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Bei Blähungen lauwarm trinken.

Wenn man vor dem Frühstück ½ TL Fenchelsamen kaut, verleiht dies frischen Atem und wirkt positiv auf die Mundschleimhaut. Warnhinweise:

Fenchelzubreitungen sollten nicht über mehrere Wochen ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Fenchel.

Reines Fenchelöl nicht bei Säuglingen oder Kleinkindern anwenden, da es Atemnot oder Erregungszustände auslösen könnte.

 In der Küche:

Fenchel kann auch gut gebraten gegessen werden. (zB. In Mandelbutter)

Fenchelsamen ist in der indischen Küche sehr beliebt und weit verbreitet.

Ebenfalls in Indien werden Fenchelsamen, sowohl mit als auch ohne Zuckerummantelung, häufig nach dem Essen als Munderfrischer gegessen.

  • LIEBSTÖCKEL

Oft wird der Liebstöckel auch Maggikraut genannt, da sein Geschmack der Maggi-Würze ähnelt.

Während die Blätter und das Kraut eher in der Küche Verwendung finden, dienen die Wurzeln vorwiegend medizinischen Zwecken und zur Herstellung von Likören.

 Dosierung und Anwendung:

Die Wurzel des Liebstöckels kann zur Herstellung von Tees, als Ansatz oder auch fürBadezusätze genutzt werden.harntreibender Tee:

1-2 TL klein geschnittene Wurzeln mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Davon täglich 3 Tassen trinken.Ansatz bei Verdauungsbeschwerden:

50 g Wurzeln in 1 Liter Likörwein ansetzen,

10 Tage ziehen lassen (während dieser Zeit gelegentlich aufrütteln).

Danach den Ansatz abseihen. Vor den Mahlzeiten ein Glas trinken.Badezusatz:

bei Gliederschmerzen und zur allgemeinen Stärkung
100 g Wurzeln mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Abseihen und dem Badewasser zusetzen.

 In der Küche:

Die Blätter des Liebstöckels sind etwas schärfer und bitterer, werden aber trotzdem gerne als Gewürz in der Küche genutzt.

Liebstöckel schmeckt würzig-pikant und passt ideal zu Suppen und Eintöpfen, Fleischsauce, Fisch, Salat und Quark.

Im Gegensatz zu anderen Kräutern gewinnt Liebstöckel beim Kochen an Geschmack.

  • MAJORAN

Der Majoran ist eine krautige Gewürzpflanze.

Der Majoran wirkt antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, menstruationsstärkend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend und unterstützt die Milchbildung bei Stillenden.

 Dosierung und Anwendung:

Der Majoran kann als Tee, zum Inhalieren oder als Salbe bzw. Öl genutzt werden. Majorantee für die Verdauung:

1 – 2 TL frisches Majorankraut mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen und abseihen.

3 Mal täglich eine Tasse trinken.Inhalation:

2 EL gerebelten Majoran mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen.

Damit drei Mal täglich 15 Minuten inhalieren.

Hilft bei Husten, Schnupfen und Erkältung. Majoranbutter bei Säuglingen mit verstopfter Nase:

Ein wenig Butter schmelzen, 1 TL getrockneten Majoran einrühren und einige Minuten ziehen lassen.

Danach durchseihen. Majoranbutter dreimal täglich unterhalb der Nase auftragen.

 Verwendung in der Küche:

Dieses Kraut ist im Aroma herb und pfeffrig.

Es verleiht Knödeln und Kartoffeln einen interessanten Geschmack.

Auch Speck, Schinken, Gulasch und Gegrilltes erhält durch Majoran eine besondere Note.

Majoran schmeckt nicht nur frisch, sondern ist auch als getrocknetes Kraut empfehlenswert. Es macht deftige Speisen leichter verdaulich.

  •   MELISSE

Ihre Blätter duften und schmecken stark nach Zitrone, weshalb sie auch oft Zitronenmelisse genannt wird.

Auch Hildegard von Bingen schwor auf die heilende Wirkung der Melisse, sie empfahl sie zur Stärkung des Herzens. Weiters meinte sie, dass die Melisse guten Schlaf und angenehme Träume brächte.

Die Melisse wirkt anregend, antibakteriell, aufmunternd, bakterienhemmend, beruhigend, entspannend, krampflösend, kühlend, menstruationsfördernd, pilzhemmend, schmerzstillend, schweißtreibend, verdauungsfördernd und virushemmend.

 Dosierung und Anwendung:

Die Melisse wird vor allem für die Zubereitung von Tees verwendet, aber auch zur Herstellung von Tinkturen oder Badezusätze eignet sie sich.

Auch Melissenöl oder Salben sind im Handel erhältlich. Tee:

3 TL Blätter mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Davon täglich mehrere Tassen trinken. Tinktur:

20 g Melissenblätter mit 150 ml 70 %-igem Alkohol ansetzen,10 Tage an einem warmen und dunklen Platz ziehen lassen und abseihen.

Davon täglich 2 x 20 Tropfen mit Wasser einnehmen. Badezusatz:

75 g Melissenblätter mit 4 Liter kochendem Wasser übergießen, 20 Minuten ziehen lassen, danach abseihen und dem Badewasser zugeben.

Der zitronenartige, bitter-würzige Geschmack dieses Krautes verfeinert Salate, Wild- und Pilzgerichte, wobei es nicht mitgekocht wird.

Außerdem eignet es sich als Ersatz für Zitronenschalen in diversen Rezepten. Man erhält Zitronenmelisse ganzjährig frisch in Töpfen.

  •   OREGANO

Der Oregano ist schon seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt.

Er wirkt antiseptisch, antiviral, appetitanregend, desinfizierend, milchbildend und stimmungsaufhellend.

Dosierung und Anwendung:

In der Heilkunde wird der Oregano vorwiegend als Tee verwendet.

Man kann aus ihm jedoch auch einen Badezusatz oder eine Gurgellösung zubereiten. Tee:

2 – 3 TL getrocknetes Kraut mit ¼ Liter siedendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen.

Bei Magen-Darm-Beschwerden 2 – 3 Tassen täglich ungesüßt trinken. Badezusatz:

1 Handvoll getrocknetes Kraut in 1 Liter Wasser aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Den Sud dem Badewasser zusetzen.

Hilft bei Erkältungskrankheiten und müden Gliedern.

Mit 2 – 3 EL getrocknetem Kraut einen Aufguss zubereiten. Damit bei Hals- oder Rachen-Entzündungen gurgeln.

 In der Küche:

Oregano ist ein wichtiger Bestandteil jeder Pizza und vor allem aus der italienischen Küche nicht wegzudenken.

  •   PETERSILIE

Die Petersilie ist wahrscheinlich das bekannteste und am weitesten verbreitete Küchenkraut Europas.

Die Petersilie wirkt appetitfördernd, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, schleimlösend, tonisierend und wehenfördernd.

 Dosierung und Anwendung:

Die Petersilie kann man für die Zubereitung von Tees, Säften und Tinkturen verwenden.

Auch kann das Kraut zur Behandlung von Insektenstichen genutzt werden. Tee:

1 – 2 TL fein geschnittene, getrocknete Petersilienwurzeln mit Kraut mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen und nach ca. 15 Minuten abseihen.

Davon 2 – 3 Mal täglich je 1 Tasse trinken. Presssaft:

Frische Petersilienwurzeln entsaften und 3 Mal täglich 3 – 4 TL Presssaft nach dem Essen einnehmen. Tinktur:

Petersilien-Samen, -Wurzeln oder -Blätter mit Weingeist übergießen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind.

In einem verschließbaren Glas für 2 bis 6 Wochen ziehen lassen.

Danach abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.

Von dieser Tinktur 1 – 3 Mal täglich 10 – 50 Tropfen einnehmen. Zur Behandlung von Insektenstichen:

Ein paar gründlich gewaschene Petersilienblätter klein hacken, auf ein Tuch geben und direkt auf die zu behandelnde Stelle drücken.

  •  PFEFFERMINZE

Die Pfefferminze ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, deren Blätter einen scharfen, erfrischenden Geruch und Geschmack haben und anfangs wärmend, dann kühlend wirken.

Die Pfefferminze wirkt unter anderem anregend, desinfizierend, entzündungshemmend und verdauungsfördernd.

 Dosierung und Anwendung:

Aus der Pfefferminze werden vorwiegend Tees zubereitet, sie dient aber auch zur Herstellung von Pfefferminzöl, Sirup oder Badezusätzen.Tee:

1 EL getrocknete Blätter mit ¼ Liter heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen.

Es können auch 4 – 5 frische Pfefferminzblätter verwendet werden. Sud:

10 EL Pfefferminzblätter mit 1 Liter Wasser aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen.

Bei Erkältungen den Sud als Badezusatz oder zum Gurgeln verwenden. Pfefferminzöl:

2 Handvoll frische Pfefferminze in eine farblose Flasche geben und mit ½ Liter Pflanzenöl auffüllen.

6 Wochen an einen sonnigen Platz stellen.

Anschließend abseihen und die Blätter gut auspressen.

Das Öl in eine dunkle Flasche füllen und kühl aufbewahren. Bei Kopfschmerzen in die Schläfenhaut einmassieren. Sirup:

2 Handvoll frische Blätter mit ¾ Liter heißem Wasser übergießen und nach 20 Minuten abseihen.

2 kg Zucker gut einrühren.

Bei Konzentrationsschwäche oder Erschöpfung 2 x täglich 1 EL einnehmen.

 Anwendungen in der Küche:

Dieses erfrischende Kraut bereichert Gemüse-, Fleisch- und Wildgerichte. Minze lässt sich auch gut mit Zitrone kombinieren. Sie aromatisiert auch Joghurt, Salate, Saucen und Tee. Die echte Pfefferminze enthält zudem das ätherische Öl Menthol.

 

  •  ROSMARIN

Der Rosmarin stammt aus dem Mittelmeerraum.

In der Naturmedizin wird Rosmarin wegen seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften geschätzt.

Rosmarin hat eine anregende Wirkung, man nutzt ihn daher gerne bei der Behandlung von niedrigem Blutdruck.

Darüber hinaus soll er die Nieren- und Gallenfunktion sowie die Lebertätigkeit regeln.

 Dosierung und Anwendung:

Der Rosmarin kann als Tee und als Badezusatz verwendet werden. Tee:

1 TL frische oder getrocknete Blätter mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Bei niedrigem Blutdruck je 1 Tasse 2 – 3 Mal täglich zwischen den Mahlzeiten trinken. Badezusatz:

½ Handvoll Blätter mit kochendem Wasser übergießen und 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Danach abseihen und dem Badewasser beigeben. Warnhinweise:

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten keine Zubereitungen aus Rosmarinblättern verwendet werden.

Um Magenreizungen zu vermeiden, sollte man das ätherische Öl nur äußerlich anwenden.

Es ist empfehlenswert, Rosmarinbäder nicht abends anzuwenden, da sie den Schlaf beeinträchtigen könnten.

 In der Küche:

Wenn Sie grillen, marinieren Sie Ihr Fleisch vorher für einige Stunden mit einer Marinade aus  Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Oregano und anderen Gewürzen. So kann der krebserregende Einfluss des gegrillten Fleisches reduziert werden.

Rosmarin besitzt durch sein ätherisches Öl Kampfer ein ausgeprägtes und würziges Aroma.

Es wird weiters in Suppen, für Lamm, Grillfleisch, Geflügel und Wild verwendet.

  •  SALBEI

Die Blätter werden – frisch oder getrocknet – sowohl in der Naturheilkunde als auch in der Küche verwendet.

Besonders geschätzt ist seine entzündungshemmende Heilkraft, die gezielt z. B. bei Halsschmerzen genutzt wird. Ebenso steigert er die Konzentration.

 Dosierung und Anwendung:

Der Salbei eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Tees, aber auch Tinkturenlassen sich mit seinen Blättern herstellen. Tee:

2 TL getrocknete oder frische Blätter mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Davon täglich 2 – 3 Tassen trinken. Tinktur:

30 g getrocknete Blätter mit 150ml 70 %-igem Alkohol ansetzen, in einer dunklen Flasche 10 Tage lang ziehen lassen und abseihen (Rückstand auspressen).

Bei der Anwendung wird die Tinktur mit zwei Teilen Wasser verdünnt.

 In der Küche:

Salbeiblätter enthalten ein ätherisches Öl, das ihnen ein intensives Aroma und einen zartbitteren Geschmack verleiht.

Mit Salbei würzt man helles Fleisch, Schweinebraten, Suppen und Gemüse.

  •    THYMIAN

Seine Inhaltsstoffe wirken bestens gegen Bronchitis, Halsschmerzen, Laryngitis und Asthma.

Daher werden diese Inhaltsstoffe oft in Hustenbonbonbons und Mundwasser verwendet.

Thymian kann zur Vorbeugung von Alzheimer verwendet werden, verbessert das Erinnerungsvermögen, wirkt nervenberuhigend, lindert Depressionen, Alptraume und Schlaflosigkeit.

 Dosierung und Anwendung:

Man kann zur Behandlung von Atemwegs- oder Erkältungserkrankungen aus dem Thymian Tee sowie einen Badezusatzherstellen.

Bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich empfiehlt es sich, den Thymian zum Gurgeln zu nutzen. Tee:

1 – 2 TL Blätter mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen, 10 Minuten lang ziehen lassen und abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse trinken. Badezusatz:

½ kg Blätter mit 4 Liter Wasser aufkochen, 15 – 20 Minuten lang köcheln lassen, abseihen und dem Badewasser eines Vollbades zugeben. Gurgelwasser:

2 EL Blätter mit ¼ Liter Wasser übergießen, 10 Tage lang ziehen lassen und abseihen. Morgens und abends damit gurgeln. Warnhinweise:

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit nur nach ärztlichem Rat anwenden.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Lippenblütlern, sowie bei Birkenpollen- oder Sellerieallergie.

Eine Langzeitanwendung kann unter Umständen die Schilddrüsenfunktion beeinflussen.

 In der Küche:

Thymian sollte möglichst mitgekocht oder -geschmort werden, denn erst dabei entfaltet er sein intensives Aroma.

Mit Thymian kann man allerlei Gerichte mit mediterranem Gemüse würzen, beispielsweise Tomaten, Auberginen und Kartoffeln.

Aber auch Fleisch- und Fischgerichte sowie Geflügel und Wild passen je nach Machart gut mit Thymian zusammen.

Auch verschiedene Pasteten, Braten, Kräuterbutter und sogar Süßspeisen und Liköre bedienen sich des würzigen Aromas des Thymians.

  •  WACHOLDER

Die unter dem Namen Wacholderbeeren bekannten Früchte sind genaugenommen botanisch keine Beeren, sondern Zapfen.

Der Wacholder wirkt antibakteriell, blutbildend, blutreinigend, entschlackend, entwässernd, durchblutungsfördernd, harntreibend, keimtötend, kreislaufstärkend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, stoffwechselanregend, tonisierend und verdauungsregulierend.

Dosierung und Anwendung:

Aus dem Wacholder kann man Tees, Badezusätze, Tinkturen oder Sirup herstellen. Tee:

1 TL getrocknete Früchte zerstoßen, mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Bei Verdauungsstörungen jeweils 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken. Badezusatz:

100 g zerkleinerte Früchte mit ½ Liter Wasser übergießen und 15 Minuten lang kochen.

Anschließend abseihen und den Sud zum Badewasser geben.Tinktur:

20 g getrocknete Früchte mit 150 ml 70 %-igem Alkohol ansetzen und 8 Tage lang zugedeckt ziehen lassen.

Anschließend die Tinktur filtern und in eine dunkle Flasche füllen.

Kühl lagern. Bei Husten 3 Mal täglich je 10 Tropfen einnehmen. Sirup:

100 g zerdrückte Früchte mit 400 ml kochendem Wasser übergießen und über Nacht zugedeckt ziehen lassen.

Am nächsten Tag langsam erhitzen und kurz aufkochen lassen.

Anschließend abseihen, noch einmal zum Kochen bringen und mit Honig oder Zucker süßen.

Bei Husten gibt man Kindern 2 TL pro Tag, Erwachsene nehmen 4 TL pro Tag.

 In der Küche:

Die Früchte des Wacholders werden aber auch in der Küche als Würzmittel verwendet.

Er ist damit das einzige Gewürz, das von einem Nadelgewächs stammt. Das charakteristische Aroma wird gerne bei der Zubereitung von Wildgerichten oder auch von Sauerkraut genutzt.

Vielen Schnäpsen, wie z. B. dem Gin verleiht der Wacholder seinen Geschmack.

 Wichtiger Hinweis: Allfällige in diesem Artikel angeführte mögliche Heilwirkungen von Pflanzen und Zubereitungen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen und ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

 

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